Medienecho

01.02.2015

Plakate bieten Raum für Diskussion

Greifswalder Blitz am Sonntag, 1. Februar 2015|Greifswald


Grafik Design Schüler beschäftigen sich ein Semester lang interdisziplinär mit dem Thema „Hunger“

„Hunger“ oder „Welthunger“ – was ist das eigentlich? Mit dem Ausdruck „Welthunger“ wird die Situation beschrieben, dass auf der Welt Menschen unter  Unter- und Mangelernährung leiden. Einig ist man sich darüber, dass Hungerverschiedene Ursachen hat. Welchem davon jedoch wie viel Bedeutung beizumessen ist, ist je nach politischen Standpunkt und Interessenzugehörigkeit umstritten. Also ein Thema über das man sich durchaus Gedanken machen sollte.

So haben sich die Grafik Designer Schüler der Medien- und Informatikschule Greifswald ein Semester lang fachübergreifend mit der Thematik „Hunger“ auseinandergesetzt. In Kooperation mit dem Greifswalder Kulturamt sind nun Plakate entstanden, die auf zwei Greifswalder Litfaßsäulen – am Nexöplatz und im Ernst-Thälmann-Ring (am Humboldtgymnasium) – erkoren wurde dazu die besten acht Arbeiten. Diese sind noch bis zum 5. Februar zu sehen und sollen gern zu Diskussion anregen. Schließlich sind dies die ersten Arbeiten der Schüler, die der Öffentlichkeit zugänglich sind – ideal, um für weitere Projekte zu erfahren, welche Auswirkung sie mit ihrer Arbeit erzielen können. So haben die 18 Teilnehmer im Rahmen des Deutschunterrichts Thesen erarbeitet und diese dann interdisziplinär in den Fächern Zeichnen, Grafikdesign und Gestaltungslehre umgesetzt. Gertrud Fahr, Kunstleiterin der Gestaltungslehre, hat das Projekt dann in Richtung Plakatgestaltung gelenkt. Die Plakate, die nun zur Diskussion anregen sollen, beinhalten die verschiedensten Ansätze. Da ist zu Beispiel das Plakat von Herrn Buchwald – er hat Marx und Bienenstreben in Zusammenhang gebracht: “Eines wusste längst auch Marx: Bienen = Feind des Arbeitsmarktes! Arbeitsplätze durch Bestäuben!“ Der Grafik Design Schüler weiß, dass das Bienensterben für uns alle noch zum Problem werden kann und auch in Teilen Chinas bereits erst Auswirkungen zeigt. Ganz anders an das Thema herangegangen, ist Celeste Dworrak. Sie lässt eine Mangafigur sprechen, um vor allem Jugendliche anzusprechen – ein Mädchen wird unschuldig für etwas verantwortlich gemacht: „Ich allein kann an dem Hunger in der Welt überhaupt nichts ändern. Deshalb ist es sinnlos, sich damit zu befassen.“