Medienecho

08.01.2014

Aufruf: Entwerft ein tolles Kreis-Logo!

Nordkurier, 31. Dezember 2013/1.Januar 2014 | Vorpommern-Greifswald


Zugegeben: „Landkreis Vorpommern-Greifswald“ klingt schon ein wenig sperrig. Und so wirklich gefunkt hat es zwischen vielen Kreis-Einwohnern und „ihrem“ neuen Riesen-Kreis auch noch nicht, das jedenfalls ist die Wahrnehmung vieler Bürger im Landkreis. Doch trotz allem steht fest: Rückgängig machen lässt sich die Kreis-Fusion wohl kaum und irgendwie hat es ja auch sein Gutes, dass die Menschen zwischen Greifswald und Pasewalk, zwischen Penkun und Loitz jetzt alle im selben Boot sitzen.Dem fehlt bislang aber noch ein wenig regionale Identität, findet die Landrätin, die deswegen gleich zu einem Doppelschlag ausholt: Zuerst gab der Kreistag dem Landkreis ein neues Wappen. In Kürze soll nun auch ein Logo folgen, denn das Wappen darf nur für amtliche Zwecke genutzt werden. Über das Logo soll allerdings nicht der Kreistag entscheiden, sondern möglichst viele Bürger aus Vorpommern-Greifswald. „Aussagekräftig und möglichst unverwechselbar“ soll das künftige Erkennungszeichen sein – und stammen soll es nicht von irgendeiner Werbeagentur, sondern von einem jungen Menschen aus Vorpommern: „Wir rufen Jugendliche und junge Erwachsene in unserer Region auf, ein Logo zu entwickeln, das als Markenzeichen für den Landkreis stehen kann“, sagt Barbara Syrbe. Und: „Wir wollen die kreativen Ideen von Schülerinnen und Schülern, Studenten und jungen Berufstätigen beim Entstehungsprozess für ein Markenzeichen des immer noch neuen Kreises berücksichtigen.“ Sie selbst vermutet, es sei nicht ganz einfach, für den erst zwei Jahre alten Kreis „ein Symbol oder Sinnbild mit hohem Wiedererkennungswert zu finden“.
Das bestätigen auch die Schüler der Medien- und Informatikschule Greifswald. In der „Marketing AG“ der Schule trifft sich eine Handvoll Schüler regelmäßig, um sich mit Fragen rund um die Vermarktung und Gestaltung von Produkten zu beschäftigen – und dazu gehört eben auch die Frage, wie ein optimales Logo aussehen soll. „So ein Logo steht ja im Prinzip für nichts anderes als eine Marke“, sagt Schülerin Wally Pruß: „Im Fall des Kreises muss man also erst mal die Frage beantworten, wofür die Marke ‚Vorpommern-Greifswald‘ überhaupt steht.“ Ohne gleich einen konkreten Logo-Entwurf zu verraten, gibt die Schülerin dann aber auch ein paar Tipps, wie man sich beim Entwickeln eines Logos inspirieren kann: „Zunächst einmal gilt es, alles zusammenzutragen, was man mit dem Begriff verbindet. Dazu gehört auch die Frage nach Farben, die den Begriff symbolisieren. Oder geometrische Formen“, sagt Wally Pruß. Mitschüler Conrad Otto ergänzt: „Ein ideales Logo sollte man mit dem Fuß in den Sand zeichnen können.“
Fazit: Ganz schön knifflig, so ein Logo zu entwickeln. Doch die Wettbewerbs-Teilnehmer sollten sich nicht entmutigen lassen: Hilfreich fände die Kreisverwaltung auch schon gute optische Ideen. Denn bevor eine Jury die besten Entwürfe auswählt, legen noch einmal die Experten der Medien- und Informatikschule Hand an die Entwürfe – und nehmen hier und da vielleicht noch ein paar professionelle Verbesserungen vor. Nach dem Vorentscheid der Jury sollen dann die Bürger des Landkreises in einer Internet-Abstimmung die Wahl haben, wie ihr neues Logo aussehen soll. Noch im Frühjahr soll das neue Vorpommern-Logo dann fertig sein. Anschließend soll es unter anderem Briefe, die Landkreis-Homepage und Broschüren des Kreises zieren. Der Wettbewerb richtet sich an Schüler, Studenten, an Auszubildende und junge Berufstätige, die nicht älter als 27 Jahre sind. Ab sofort bis zum 28. Februar 2014 können Vorschläge bei der Kreisverwaltung eingereicht werden. Der Einsender des Sieger-Entwurfs erhält ein hochwertiges Grafiktablet und eine Präsentationsmappe, die von der Medien- und Informatikschule gestiftet werden