Medienecho

09.08.2013

1. Jobmesse rund um Gesundheit - Arbeitgeber lockten rund 300 Besucher in die Wirtschaftsakademie

Ostsee-Zeitung, 9.August 2013|Greifswald


Greifswald (OZ) - 25 Aussteller warben gestern bei der ersten Gesundheitsmesse in der Wirtschaftsakademie Nord um Fachkräfte im Bereich Pflege und Medizin. 300 Besucher, darunter auch vier Schulklassen, informierten  sich über Berufe, wie Pfleger oder medizinischer Fachangestellter. "Die Menschen werden immer älter und der Bedarf an Pflegekräften ist somit auch immer stärker vorhanden", sagt Thomas Besse, operativer Geschäftsführer der Greifswalder Arbeitsagentur. Die Gelegenheit, sich auf der Messe umzuschauen, nahm auch Nicole Metzler wahr. Die 23-Jährige hat bereits eine Ausbildung als Familienpflegerin abgeschlossen, möchte sich dennoch umorientieren: "Ich könnte mir den Beruf der medizinischen Fachangestellten gut vorstellen." Über ihren Traumberuf hat sich Nicole beim Stand von Nadine Schaubs von der Ärztekammer M-V informiert: "Medizinische Fachangestellte assistieren Ärzten vorwiegend in den Praxen. Wir haben eine hohe Nachfrage von Bewerbern, nur das Angebot ist begrenzt."
Für Nicole Metzler kommt eine zweite Ausbildung nicht infrage: "Finanziell kann ich es mir nicht leisten, daher wäre eine Umschulung zur medizinischen Fachangestellten für mich das Passende." Da sie schon eine Erstausbildung hat, kann sie nach dem Verständnis der Arbeitsagentur keine zweite beginnen.
Während die Nachfrage nach medizinischen Fachangestellten hoch ist, ist das Interesse bei dem Beruf des Pflegers oder des Pflegehelfers eher gering, wie Besse sagte. "Auf der Seite der Arbeitgeber gibt es eine große Nachfrage. Hier auf der Messe können sich zukünftige Arbeitnehmer und Arbeitgeber persönlich kennenlernen."
Nicoles Begleitung, Johanna Groth, wird ab September eine Ausbildung als Krankenschwester in der Universitätsklinik beginnen: "Ich liebe es, mit Menschen zusammenzuarbeiten. Ich hätte erst eine andere Ausbildung machen können, habe mich dann aber um entschieden." Auch wenn sie den Ausbildungsplatz sicher hat, wolle sich die 18-Jährige auf der Messe informieren.
Der Sozialdezernet des Landkreises, Dirk Scheer, sprach aus, was viele denken: "Der Beruf des Pflegers ist ein anstrengender Job."
Bestätigen kann das Andrea Gärtner. Die 28-Jährige arbeitet seit vier Jahren als Pflegerin in der Diakonie: "Eine Voraussetzung für diesen Beruf ist, dass man gut mit Menschen umgehen kann. Vor allem mit älteren Personen." Für sie ist es ihr Traumberuf: "Auch wenn es ein anstrengender Job ist, ist es schön, wenn sich die älteren Menschen auf einen freuen. Auch die kleinen Dinge, wie Spazierengehen, sind ein toller Teil des Berufes." Die Wirtschaftsakademie Nord selbst bietet berufsbegleitende Weiterbildungen im Bereich Gesundheit und Soziales an.