Medienecho

17.06.2014

Lubmine soll das Herz erwärmen- Die Seebad-Gemeinde am Greifswalder Bodden macht ein Mädchen zu seinem Maskottchen.

Ostsee-Zeitung, 17. Juni 2014l Lubmin


Gelbe Zöpfe, blaue Knopfaugen, kreisrunde Pausbäckchen im kreisrunden Gesicht: Das einzige Seebad zwischen Rügen und Usedom setzt auf Naivität und Kindlichkeit, um bei Urlaubern zu punkten. „Lubmine“ heißt sein Maskottchen, geboren an der Medien- und Informatikschule in Greifswald. Das Mädchen mit einem Zeitungsschiffchen auf dem Kopf soll Herzen erwärmen und Lubmin sympathisch machen. Und das noch in diesem Jahr.
„Wir werden zunächst Schlüsselanhängermit seinem Konterfei herstellen
lassen, auch Aufkleber“, kündigt Denise Johannßon, Leiterin der Kurverwaltung, gestern an. 2015 könnte es Lubmine schon als Figur geben. Etwas Niedliches habe man haben wollen; etwas, womit sich schon kleine Kinder identifizieren können, erklärte Johannßon die Intention. Familien seien die größte Urlauberzielgruppe des kleinen Seebads am Greifswalder Bodden. Auf Familien sollte denn auch das Maskottchen wirken.
Das, findet die scheidende Vorsitzende des Gemeinde-Sozialausschusses, Doris Mattis (CDU), sei auch gelungen. Die jetzige „Lubmine“ sei das Ergebnis eingehender Beratung und Abwägung. In der Greifswalder Medienschule habe man einen guten Partner gefunden. Im Januar hatten sich gut ein Dutzend Schüler der Einrichtung im Seebad getroffen, um Anregungen zu erhalten. Gemeindevertreter hatten zwei Bedingungen gestellt: Das Maskottchen sollte die Lubminer Flaggenfarben blau und gelb enthalten und weiblich sein.

„Es gab viele Vorschläge“, schildert Doris Mattis. Im Sozialausschuss habe man darüber befunden, welche drei in eine engere Auswahl kommen sollten. Im Mai schließlich seien Vertreter der Gemeinde in die Greifswalder Schule gekommen, um eine Entscheidung zu fällen. Ihre Wahl fiel auf den Entwurf von Wally Pruß. Die 22-Jährige studiert Grafikdesign im dritten Jahr und steht kurz vor den Abschlussprüfungen. „Ich hatte das Maritime im Sinn – Sommer und Strand“, sagt sie. Dass sich ihre Lubmine gegen alle anderen durchsetzte, freut die Greifswalderin. „Für unsere Schule war das ein gutes Projekt. Es gab einen richtigen Auftraggeber und eine Konkurrenzsituation für die Schüler – wie später auch am Markt“, sagt Gunther Schrader, Bereichsgeschäftsführer der Informatikschule.

Lubmins Bürgermeister Axel Vogt (CDU) sieht die "Lubmine" schon bei Seebadfesten posieren. Wie im Falle von Maskottchen anderer Gemeinden soll es auch von ihr eines Tages ein Kostüm geben, in das irgendwer schlüpfen kann. Doch auch ohne Kostüm ließe sich die Figur gut nachstellen, meinen die Lubminer. Blonde junge Frau, blaues Kleidchen, Papierschiffchen - fertig.