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02.02.2017

Wandergeselle gibt Schülern Einblick in alte Handwerkstradition


Wandergeselle Daniel frd. fr. Zi. EEA hat nach guter alter Sitte an der Wirtschaftsakademie Nord vorgesprochen, ob es für ihn Arbeit gäbe. Doch kein Bauvorhaben, sondern das in den Sommerferien von der Wirtschaftsakademie Nord durchzuführende active summer - Berufsorientierungscamp wird ihm für die kommenden zwei Wochen Arbeit geben. Dies ist eine geförderte Maßnahme vom Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus (ESF) und der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit.

Bis zu 40 Kinder werden während der Berufsorientierungscamps in Stralsund und Greifswald die hiesige Wirtschaft mit ihren Berufszweigen kennen lernen. Dabei wird der Wandergeselle aus Ulm vor allem das Zimmererhandwerk den Jugendlichen auf eine ganz besondere Art vorstellen.

„Der gute Werkstoff Holz soll erlebt werden“, sagt Daniel. „Wer einmal die Freude empfunden hat, etwas aus einem Baumstamm zu befreien, der wird aus der Leidenschaft für das Schaffen eine Berufung für sich finden und so auch den richtigen Ausbildungsberuf finden“, sagt der Zimmerer. Und genau das sollen die Jugendlichen im Rahmen der Berufsorientierung erleben.

Daniel kam nicht aus heiterem Himmel auf die Idee bei der Wirtschaftsakademie Nord vorzusprechen. „Vergangenes Jahr beim Trampen hat mich der Bereichsgeschäftsführer der Wirtschaftsakademie Nord mitgenommen und so kamen wir während der Autofahrt ins Gespräch“, sagt Daniel. „Das war reiner Zufall und ist aber auch eine Erfahrung für mein späteres (Berufs)leben“, so Daniel. Seit einem Jahr ist er auf der Walz, hat schon viel erlebt und auch das sollen die Jugendlichen nachempfinden, wie eine Jahrhunderte alte Tradition im Zeitalter von Internet und Co immer noch in Mode ist.

Der Zeitpunkt Sommer war für den Wandergesellen günstig, so dass er nun als Betreuer und Workshop Leiter an der Wirtschaftsakademie Nord arbeitet. Das er selbst Anschauungsobjekt für die Schüler ist, stört ihn nicht. „Im Gegenteil, es kommt von den Jugendlichen ganz viel zurück, so dass einem das Herz aufgeht“, sagt Daniel. Nach den Berufsorientierungscamps will er weiter nach Schweden reisen.