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05.02.2013

„Das Grafikdesignstudium ist das Beste, was mir passieren konnte“

Die Semesterschau der Medien- und Informatikschule offenbarte hohes Potential der Grafik-Designer   Von Anne Ziebarth


103 Exponate von 24 jungen Künstlern – die erste Werkschau in der Wirtschaftsakademie füllt gleich mehrere Räume mit ausgezeichneten Arbeiten. Dementsprechend groß ist das Interesse beim Publikum. Pressesprecherin Steffi Schulz freut sich sichtlich über die vielen Gäste, die den Weg in die Räume der im letzten Jahr eröffneten Wirtschaftsakademie gefunden haben. Die ausgestellten Arbeiten der Auszubildenden aus dem Bereich Grafikdesign überzeugen die Besucher durch ihre Vielseitigkeit, es wird viel gestaunt und bewundert. „Da sieht man, was für unterschiedliche Themenkomplexe in der Ausbildung behandelt werden“, erklärt Steffi Schulz und deutet auf ein Exponat, was sich aus einer großen und vielen kleinen Dosen zusammensetzt. „Hier zum Beispiel mussten sich die Studenten mit dem Thema „Lebensmittelverpackungen“ auseinandersetzen und verschiedene Konzepte erarbeiten.“ Beeindruckend, mit welcher Kreativität die Studenten sich der Aufgabe angenommen haben. In der „Döner-Dose“ von Jonathan Dehn etwa vereint sich die Idee der Unterbringung von Lebensmitteln perfekt mit der grafischen Darstellung der Zutaten. Selbstgestaltete Symbole für Fleisch oder Salat kennzeichnen die einzelnen Kompartimente für die Lebensmittel, die sich dann zusammen in der „Döner-Dose“ zum zusammengesetzten Produkt vereinen. Doch auch ganz Klassisches gibt es bei der Werkschau zu sehen: Bleistiftskizzen zum Thema Typographie zum Beispiel, oder Layoutvarianten für einen Verlag. „Wir haben für unterschiedliche Buchgattungen Titelbilder entworfen – einmal für einen Western, für einen Liebesroman oder für ein Kinderbuch“ erzählt Grafikdesignstudentin Anne Haasner (22), „dabei sollte man aber immer noch erkennen können, dass es sich um die Bücher eines einzigen Verlages handelt.“ Doch Anne Haasners persönlicher Favorit ist in einer anderen Ecke der Ausstellung zu finden. „Das hier mag ich besonders gerne“ sagt sie und betrachtet das Plakat, was sie gestaltet hat. „I love New Vegas“ ist dort zu lesen, in großen schwarzen Lettern gesetzt auf knallig rotem Untergrund. Die Grafikdesignstudentin ist glücklich mit ihrer Studienwahl, wie sie lächelnd berichtet: „Das Grafikdesignstudium war das Beste, was mir passieren konnte, es macht unglaublich viel Spaß! Ich war schon immer sehr kreativ und habe viel gestaltet, jetzt habe ich mein Hobby quasi zum Beruf gemacht“. Besonders schätzt sie die Gestaltungsfreiheiten, die ihr im Studium gewährt werden und die Diskussionen in den kleinen Klassen. „Wir sind zu sechst in unseren Kursen,“ erzählt Anne Haasner, da haben wir immer die Möglichkeit über unsere Arbeiten zu sprechen. Und manchmal auch zu streiten“. Die reguläre Studienzeit von etwa sieben Stunden täglich wird dabei auch gerne mal überschritten, rein freiwillig, versteht sich.„Wir haben die Möglichkeit hier nach dem Unterricht noch weiter an unseren Werken zu arbeiten, wenn wir möchten. Dazu kommt, dass unsere Dozenten mit der gleichen Begeisterung dabei sind wie wir, also auch einmal Wunschthemen behandeln, die wir als Studenten gerne intensiver bearbeiten möchten. Das zieht mit“ erzählt Haasner und fügt nach einer kurzen Pause hinzu: „Kunst ist einfach eine Leidenschaft. Sich hier im Studium weiter verbessern zu können ist für mich das größte Glück!“

Wer Interesse an den Arbeiten der Grafik-Designer hat oder sich für eine Ausbildung an der Medien- und Informatikschule interessiert, der kann uns am Tag der offenen Tür, am 28. Februar 2013 oder auf der kommenden Semesterschau am 03. Juli 2013 besuchen.